13.09.2011 Uhr
Bad Belzig (MZV) Die Einwohner von Reppinichen, Schmerwitz und Benken
kommen ab sofort schnell und unkompliziert ins Internet. Der Knopfdruck,
den Wiesenburgs Bürgermeisterin Barbara Klembt, der stellvertretende
Landrat Christian Stein, Vertreter der Complus AG und weitere Anwesende
am Mittwoch auf dem Landgut Reppinichen vollzogen, war reinweg
symbolisch. Die Einwohner der kleinen Wiesenburger Ortschaften kommen
dank modernster Technologien und der Kombination von Kabel und Funk
flink ins Internet. Damit ist das 9. Projekt im Rahmen von „schnell@pm“
vollzogen, teilte der stellvertretende Landrat Christian Stein mit, das
10. wird derzeit in Angriff genommen.
Die Complus AG aus Brandenburg,
als Partnerunternehmen des mittelmärkischen Landkreises, geht dorthin,
wo andere nicht hin wollen oder können. „Wir kombinieren bei der
Erschließung der Haushalte Funk und Kabel“, erklärt Projektmanager
Manuel Eckert. „In Schmerwitz und Reppinichen bringen schnellen
Internets“, so der Projektmanager.Durch die Nutzung der bereits
vorhandenen Telekom-Leitungen, die dann vom Unternehmen gemietet werden,
und das Funk-Signal können enorme Kosten und auch Zeit gespart werden,
da sämtliche Tiefbauarbeiten entfallen.
Bürgermeisterin Barbara Klembt sieht ein
schnelles Internet heutzutage als notwendig an. „Unternehmer sind darauf
angewiesen“, sagt sie. Selbst in dem kleinen Ort Reppinichen sind,
neben dem Landgut, ein Hoch- und Tiefbau-Unternehmen, Handwerker und die
Obstbrennerei zugegen. Weiterhin trägt es zu einer verbesserten
Lebensqualität bei. Jetzt geht es daran, die einzelnen Haushalte für
einen Anschluss zu begeistern.
Quelle: Märkische Oderzeitung, 02.09.2011, http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/313507/
01.09.2011 Uhr
Neureetz (moz) Die Firma Complus AG aus Brandenburg/Havel hat am Dienstagabend über „Schnelles Internet für Oderaue und Neulewin“ informiert. Die Funklösung wurde im Bürgerhaus Neureetz vorgestellt. Der Anbieter will ab Frühjahr 2012 Breitband ins Oderbruch bringen.
Bodo Schröder, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Oderaue, trug kurz vor 19 Uhr immer noch Stühle in den Saal des Bürgerhauses Neureetz. Die Einwohner strömten so sehr, dass sogar die Klappstühle – die eiserne Reserve – aus der hintersten Ecke hervorgekramt werden mussten. Anziehungspunkt der etwa 80 bis 90 Oderbrücher war das Angebot der Complus AG aus Brandenburg an der Havel. Diese Firma will demnächst schnelles Internet ins Oderbruch bringen.
„Wir haben uns vor vier Jahren an das Thema gemacht“, sagte Karsten Birkholz, Direktor des Amtes Barnim-Oderbruch. Bislang könnten die Einwohner nur per Modem oder ISDN beziehungsweise Satelliten oder UMTS ins weltweite Netz kommen – und das sehr langsam. Weil die Telekom bei der Ausschreibung kein Angebot abgegeben hat, habe man sich für die Anbieterfirma Complus entschieden, erklärte der Amtsdirektor den Anwesenden.
Mit Hilfe von Fördermitteln können die Gesamtkosten in Höhe von rund 500 000 Euro gestemmt werden. „Vom Land Brandenburg kommen 90 Prozent, die restlichen zehn müssen wir als Eigenanteil tragen“, sagte Karsten Birkholz. Er erntete dafür Raunen und kopfnickende Zustimmung in der großen Runde. „Endlich kommt hier mal was an“, rief ein Einwohner dazwischen.
Aber ehe schnelles Internet wirklich in den eigenen vier Wänden im Oderbruch anliegt, vergeht noch etwas Zeit. „Im Moment werden die Standorte für die Sendetürme abgesprochen“, erklärte Christoph Trapp, Mitarbeiter der Complus AG. Über eine Empfangsantenne gelange das Funksignal in das Haus des Kunden.
„Die Hausantenne bleibt im Besitz unserer Firma. Falls sie doch einmal kaputt gehen sollte, wird sie von uns repariert“, betonte der Vertriebsmitarbeiter. Ein Techniker der Firma kümmere sich auch um den Anbau und das vorherige Ausmessen des Signals. „In Abstimmung mit dem Auftraggeber wird auch über den Anbauort gesprochen“, so Christoph Trapp. Man könne – mit Blick auf den Denkmalschutz – den weißen, viereckigen Kasten auch farblich verändern.
Mit Hilfe einer Bohrung in der Größe von sieben bis acht Millimetern werde ein Kabel – das dient für Strom und Daten – in die Wohnung oder das Haus geführt. „Ab da kann jeder selbst entscheiden, ob das Kabel direkt an den Computer angeschlossen wird oder man mit Wireless LAN, also einer Funklösung, arbeiten möchte“, erklärte Christoph Trapp.
Seine Firma beschäftige sich schon seit Jahren mit der Thematik. „Wir sind nicht neu auf dem Markt, damit keine Eintagsfliege“, betonte der Vertriebsmitarbeiter. Funklösungen für schnelles Internet seien schon in Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming oder der flächenmäßig viertgrößten Stadt Deutschlands, Möckern bei Magdeburg, installiert worden. „Unser Ziel ist es, eine Breitband-Infrastruktur im ländlichen Raum zu schaffen“, so Christoph Trapp.
Die ersten Kunden sollen im Frühjahr 2012 ans weltweite Netz angeschlossen werden. ...
Quelle: Märkische Oderzeitung, 18.08.2011, http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/950100/