März 2008
In Bensdorf hat es gefunkt
31.03.2008 11:06 Uhr
PILOTPROJEKT Landkreis und Complus drücken Startknopf für schnelles Internet
ALTBENSDORF, Eva Bärmann und ihr Schwager Fred sind vom schnellen Internet über Funk begeistert. Die Gastronomin und der Einzelhändler arbeiten in Altbensdorf in einem Haus und teilen sich den Breitbandanschluss. Der Aufbau der Seite für den Gasthof „Goldener Stern", Bankgeschäfte, das Verschicken von Angeboten und Geschäftskorrespondenzen - alles ist keine Sache von Minuten mehr, sondern von Zehntelsekunden.
Mit der Highspeed-Verbindung per Funk kann der Nutzer Daten bis zu 30-mal schneller aus dem Internet laden als über ISDN-Anschluss. Mit einem symbolischen Knopfdruck ging gestern der Pilotstandort Altbensdorf ans Netz. Bei „schnell@pm" handelt es sich um das Kooperationsprojekt zwischen dem Landkreis und der Complus AG aus Kirchmöser zur flächendeckenden Breitbandversorgung in Potsdam-Mittelmark. Zu der im vorigen Jahr gebildeten Projektgruppe gehörten auch die Industrie- und Handelskammer Potsdam, das Technologie und Gründerzentrum in Beizig und die Fachhochschule Brandenburg. Ziel ist es, die weißen Flecken im Landkreis auszufüllen, die andere Anbieter aus Rentabilitätsgründen nicht abdecken. In Altbensdorf können von 23 Antrag stellern vorerst 14 Kunden mit „schnell@pm" in DSL-Geschwindigkeit im Internet surfen. Aber auch die anderen, wo entweder noch die Genehmigung vom Vermieter fehlt oder keine Sichtverbindung besteht, sollen in der zwei Monate dauernden Testphase angeschlossen werden, verspricht Complus-Vorstand Holger Matho.
„Letztere über ein anderes Frequenzband." Danach sollen weitere Dörfer erschlossen werden. Welche, hänge von den verbindlichen Anmeldungen ab. Minimum seien 30 pro Sendestandort.
Für Landrat Lothar Koch (SPD) war es gestern ein besonderer Tag. Nicht nur, weil er „im ersten Leben" Kommunikationstechniker ist. Mit dem Projekt sei man auf dem richtigen Wege, auf dem Lande existierende Nachteile auszugleichen. Mit Complus habe der Kreis einen verlässlichen Kooperationspartner gefunden. Und Koch sprach von einer historischen Stunde: „Möge das Signal 'Hier funktioniert es!' von Altbensdorf aus in andere Ortschaften aussenden." Auch Vize-Landrat Christian Stein (CDU) kann Amtsdirektoren und Bürgermeister nur ermuntern. Denn das schnelle Internet sei heutzutage zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. „Es geht kein Weg am Breitband vorbei, man kann Altbensdorf nur beglückwünschen", so Manfred Wäsche von der IHK, die einen Breitbandatlas mit dem Bedarf ins Internet gestellt hat.
Dem Bensdorfer Bürgermeister Udo Krüger, der im Ort für das Projekt die Trommel rührte, wird das schnelle Internet zwar noch nicht ins Haus gefunkt, doch er will nachrüsten. „Denn es ist ein gutes Gefühl, schneller an der Welt angeschlossen zu sein."
Quelle: MAZ (Märkische Allgemeine Zeitung) - Claudia Nack - 31.03.2008
Begehrter Türöffner
23.03.2008 11:16 Uhr
Complus schafft DIN ISO Zertifizierung in Rekordzeit
Brandenburg (cg1). Es ist der nächste Coup der Kirchmöseraner Complus AG – die Gründung einer Bildungsakademie. Zum 1. Dezember letzten Jahres gründete das 40 Mitarbeiter starke IT-Systemhaus eine Bildungseinrichtung, die künftig u.a. Firmenschulungen, Nachhilfeangebote für Berufsschüler, MAE Eingliederungsmaßnahmen und Jobvermittlungen für arbeitslose Akademiker anbieten will. Am Mittwoch erhielt Akademie-Direktor Claus-Oliver Müller „Brief und Siegel" für das geprüfte Qualitätsmanagement nach der weltweit gültigen DIN ISO 9001 - das begehrte Zertifikat des Auditors Christian Hahn.
Der lobt: „Ich habe streng geprüft und muss sagen: Die Mitarbeiter hier vor Ort haben sich beispielhaft in das Projekt eingebracht." Die Zertifizierung ist u.a. nötig, damit die Akademie im Auftrag der Arbeitsagentur tätig sein darf. Im letzten Jahr hat die Complus-Gruppe aus Kirchmöser sechs Millionen Euro Umsatz gemacht; in Zukunft könnte dieser deutlich steigen. „Wir wollen bis Juni unsere gesamte Firma zertifizieren lassen, dann dürfen wir beispielsweise auch für die Automobilbranche tätig sein", verrät Vorstand Holger Matho.
Quelle: Der Preußenspiegel - 23.03.2008
Pilotprojekt gestartet
05.03.2008 11:12 Uhr
Mit Turbo-Internet-Geschwindigkeit von Altbensdorf in die ganze Welt
Altbensdorf (mar). Wie heißt es so schön in der Fernsehwerbung des Internetauktionshauses ebay: „Eins... zwei... drei ... meins". Von einer schnellen Internetverbindung können viele Mittelmärker nur träumen. Seit Freitag ist Altbensdorf „Mittelpunkt der Welt", wie es Bürgermeister Udo Krüger scherzhaft verkündete. Ermöglicht wurde die Highspeed-Lösung durch einen Kooperationsvertrag zwischen dem Landkreis und der Firma Complus aus Kirchmöser. Das Pilotprojekt soll nach zwei Monaten in Serienreife gehen, erklärte Holger Matho. 30 Antragsteller sind pro Ort für den wirtlichen Betrieb nötig. In Altbensdorf sind von 23 Antragstellern 14 Kunden am Netz. „Bei den anderen gibt es Probleme mit den Vermietern oder mit den nötigen Sichtverbindungen zum Sendestandort. Wir werden uns aber etwas einfallen lassen."
Landrat Lothar Koch und Vize-Landrat Christian Stein begrüßen den „unglaublichen Fortschritt" und sehen sich als Vorreiter im Kampf „gegen die weißen Flecken" auf der Internetlandkarte. In den nächsten Monaten sollen weitere Gemeinden angeschlossen werden. Orte mit vielen Anträgen kommen am schnellsten in den Genuss des Anschlusses. Bedarf bestehe u.a., so Stein, in Groß Kreutz, Kloster Lehnin, Beelitz. Complus verspricht mit dem Projekt „schnell@PM" eine DSL-Geschwindigkeit (Download bis zu 3 Mbit/s), eine problemlose Vernetzung und preiswerte Technik. Die Kunden binden sich zwei Jahre an den Anbieter und können zwischen drei Tarifen (30 bis 14 Euro pro Monat) plus Einrichtungsgebühr und Empfangstechnik wählen.
Vorteil des schnellen Anschlusses haben aber nicht nur Bieter bei ebay, sondern vor allem auch Gewerbetreibende. „Einige haben schon damit gedroht, ihren Standort zu verlassen, wenn nicht bald ein Anschluss erfolgt. Und damit werden auch Arbeitsplätze vernichtet", so Martin Rätz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Besonders für Freiberufler, wie Architekten, ist eine Internetanbindung wichtig und ermöglicht auch ein Leben und Arbeiten auf dem Lande, ergänzte Dr. Manfred Wäsche von der IHK Potsdam.
Quelle: Brandenburger Wochenblatt - 05.03.2008